Euro Trainings Centre e.V. Münchenzur Startseite


task force 3: Bildungs- und Qualifizierungsberatung für jugendliche Flüchtlinge

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Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge Kreisjugendring München Stadt Euro-Trainings-Centre ETC e.V.

 

Durch die großstädtische Münchner Struktur sind die Freizeitstätten des Kreisjugendrings (KjR) eine erste Anlaufstelle, um eine dezentrale niederschwellige Beratungsstruktur anzubieten. Für die jugendlichen Flüchtlinge, die eine konkrete Bildungs- und Qualifizierungsberatung wünschen, wird ein Beratungstermin mit dem Projektleiter des Euro-Trainings-Centre e.V. (ETC) vereinbart, der in den Räumen des ETC durchgeführt wird.

Zu den Unterstützern zählen u.a. das Arbeitsamt München, das Flüchtlingsamt der Stadt München mit seinen Gemeinschaftsunterkünften, das Stadtjugendamt, die Träger der verschiedenen betreuten Wohnmöglichkeiten für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) und vor allem die Träger der Bildungsmaßnahmen, die den Projektbegünstigten eine Teilnahme an ihren Kursen, Lehrgängen und ausbildungsbegleitenden Hilfen etc. ermöglichen.

Das bereits vorhandene Netzwerk in der Flüchtlingsarbeit wird mit dem Projekt weiter ausgebaut und soll auch Personen und Institutionen mit einbeziehen, die bisher keine oder nur wenig Kenntnisse in der Flüchtlingsarbeit haben.

In den Beratungsgesprächen versuchen wir die individuellen Vorstellungen der Projektbegünstigten, die individuellen Fähigkeiten und eventuellen Vorkenntnisse zu beachten, um Zukunftsperspektiven und eine Qualifizierung zu erarbeiten.

Das Projekt basiert auf der These, dass jede Stärkung und Förderung der Persönlichkeit der Projektbegünstigten den Aufenthalt in Deutschland sinnvoll nützen können, um sich zu qualifizieren, damit sie ihre eventuellen Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und dem Arbeitsmarkt im Herkunftsland deutlich verbessern können.

Entsprechend befasst sich der erste Schwerpunkt mit der persönlichen Ausgangslage der Projektbegünstigten. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit Möglichkeiten der Qualifizierung, die angeboten werden können. In beiden Bereichen sollen die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten der Projektbegünstigten untersucht werden. Auf dieser Grundlage wird ein individueller Förderplan erstellt, der die Möglichkeit aufzeigt, sich zu qualifizieren.

Für die Projektbegünstigten sollen keine speziellen Lehrgänge initiiert werden. Vielmehr sollen sie in bestehende Maßnahmen, ohne anspruchsberechtigt zu sein, integriert werden, da nationale Fördermittel für die Projektbegünstigten aufgrund der Gesetzeslage nicht zur Verfügung stehen. Durch dieses Maßnahmenbündel werden demzufolge die vorhandenen Betreuungsangebote für alle Einrichtungen und Institutionen optimiert und die Projektbegünstigten im Sinne der EU-Leitlinien gestärkt.

In der Bildungsberatung wird auf der Basis der schulischen und der persönlichen Entwicklung gemeinsam mit den Projektbegünstigten eine Qualifizierungsbedarfanalyse erstellt. Die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Interessen der Projektbegünstigten stehen immer im Vordergrund. Auf diesen Grundlagen werden individuelle Förderpläne fortgeschrieben, die den Verlauf der Qualifizierung überprüfen und der gegebenenfalls modifiziert werden muss.

Es gelten die Aufnahmebedingungen im Sinne von Orientierungshilfen in der neuen Umgebung während des vorübergehenden Verbleibs in Deutschland unter den politischen Rahmenbedingungen und rechtlichen Grundlagen zu verbessern. Das Projekt wird sich in einem Arbeitsumfeld bewegen, in dem bereits verschiedenste öffentliche und private Akteure mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen tätig sind.

Entsprechend besteht das Projekt aus drei Teilen:

  1. es wurde für die Jugendlichen eine Bildungsberatungsstelle mit einem Diagnosecentre eingerichtet, in der mit jedem Projektbegünstigten ein Plan entworfen wird, einerseits werden die Kenntnisse, Fähigkeiten, Aufenthaltstitel und Lebensweg, und andererseits werden die Angebote der berufsvorbereitenden, berufsbegleitenden und sonstigen Qualifizierungsmaßnahmen in München und deren Träger und Einrichtungen berücksichtigt.
      
  2. es werden Maßnahmen im Rahmen des vorübergehenden Verbleibs angeboten bzw. von anderen Trägern in Anspruch genommen.
      
  3. es werden fortlaufende Maßnahmen zur Information über die Herkunftsländer angeboten (Unterstützungsmaßnahmen).
    Die Verbesserung der Aufnahmebedingungen sollen soweit möglich vor Ort in den verschiedenen Freizeitstätten des KjR durchgeführt werden. Für eine engere Kooperation werden 40 Kinder- und Jugendeinrichtungen in den vier Regionen (Nord-Ost/Nord-West/Süd-West/Süd-Ost) ausgewählt und es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen FreizeitstättenleiterInnen, die auch die Multiplikatorenaufgaben mit einem niederschwelligen Beratungsangebot wahrnehmen. Ein wichtiger Bereich ist auch die Freizeitorganisation und das Zusammentreffen mit Jugendlichen deutscher und anderer Nationalität. Hiermit lassen sich die Unterschiede in der Kultur, Normen und Regeln etc. der jeweils anderen Nationalität in gemeinsamen Seminaren/ Arbeitsgruppen vergleichen und gegenüberstellen.

Regelmäßig werden Informationsveranstaltungen bei Verbänden, Vereinen, städtischen- und staatlichen Institutionen durchgeführt. Der Projektleiter nimmt an den Arbeitskreisen entweder als kontinuierlicher Mitarbeiter oder als geladener Gast teil.

Die Seminarveranstaltungen für die Projektbegünstigten werden vom Projektleiter durchgeführt. Die Seminare sollen den Erfahrungsaustausch der Projektbegünstigten untereinander erleichtern, die Fluchtgründe aus den Herkunftsländern miteinander analysieren und die rechtliche Sachlage in Deutschland erörtern, Entscheidungskompetenzen zu stärken und Werte/Normen zu diskutieren. Weiterhin dienen die Seminare dazu, die Projektbegünstigten in die Planung miteinzubeziehen und weitere Seminarangebote abzustimmen. Die Erfahrungen zeigen uns auch, daß es notwendig ist, vermehrt Einzelgespräche zu führen, da einige Projektbegünstigte in der Gruppe oft stark gehemmt sind, um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren. Auch führen wir zielgruppenspezifische und geschlechtsspezifische Gruppenangebote während der Woche teilweise auch nachmittags durch. Wir verzichten jedoch nicht auf "Großseminare", zu denen alle Projektbegünstigten angesprochen werden.
  

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Synergien/Komplementaritäten

Um einen positiven Projektverlauf zu erzielen, bündeln wir die Kräfte von

  • Maßnahmeträgern
  • Betreuungseinrichtungen der verschiedenen Wohlfahrtsverbände und freien Trägern
  • Wohnungs- und Flüchtlingsamt der Stadt München
  • Arbeitsamt München
  • Verschiedene Verbände, die mit Flüchtlingen und AsylbewerberInnen arbeiten
  • Städtischen und staatliche Unterkünfte für Flüchtlinge und AsylbewerberInnen
  • Jugendamt, Abteilung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Einrichtungen für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Durch die Kräftebündelung können wir die Bildungs- und Rückkehrberatung effizient koordinieren und die Experten der Flüchtlingsarbeit beratend für das Projekt gewinnen. Wichtig ist uns dabei immer alle Beteiligten an einen runden Tisch zu bekommen und möglichst ohne Konkurrenz im Sinne der Projektbegünstigten ergebnisorientiert zu arbeiten.
 

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Dieses Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit dem Kreisjugendring München-Stadt und weiteren Partnern mit Unterstützung des Europäischen Flüchtlingsfonds
  

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